Empfehlung
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Atlas der abgelegenen Inseln Dass es immer noch Orte
gibt, die schwer zu erreichen sind, erscheint uns heute nicht mehr
vorstellbar. Judith Schalansky aber hat sie gesammelt: fünfzig entlegene
Inseln, die in jeder Hinsicht weit
entfernt sind, entfernt vom Festland, von Menschen, von Flughäfen und
Reisekatalogen. Aus historischen Begebenheiten und
naturwissenschaftlichen Berichten spinnt die Autorin zu jeder Insel eine
Prosaminiatur, absurd-abgründige Geschichten, wie sie nur die
Wirklichkeit sich auszudenken vermag, wenn sie mit wenigen
Quadratkilometern im Nirgendwo auskommen muss. Sie handeln von seltenen
Tieren und seltsamen Menschen - von gestrandeten Sklaven und einsamen
Naturforschern, verirrten Entdeckern und verwirrten Leuchtturmwärtern,
meuternden Matrosen und vergessenen Schiffbrüchigen, braven Sträflingen
und strafversetzten Beamten, kurzum: von freiwilligen und unfreiwilligen
Robinsons. |
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Der Süder Die Kompassnadel des Glücks weist gen Süden. Dieter Richter folgt den
Koordinaten der mentalen Windrose, führt uns durch Traum und reale
Eroberung bis zu dem einzigen Punkt, von dem man den Süden nicht schauen
kann. |
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Tiefsee Der Globus und der Mensch bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser. Unter
Wasser verschieben sich die Dimensionen weiter: der Lebensraum der
Tiefsee, der bei 200 Metern beginnt, ist elf Mal größer als der an Land.
"Die Tiefsee - ein fremder Planet auf unserer Erde", so kündigt der
marebuchverlag denn auch den ersten Band seiner neuen Reihe namens
"marewissen" an: "Tiefsee - Von schwarzen Rauchern und blinkenden
Fischen". Geschrieben hat es Dagmar Röhrlich, Jahrgang 1956, Geologin
und Wissenschaftsjournalistin, vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Die
Autorin verspricht im Vorwort ein Abenteuer - und hält ihr Versprechen. |
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Karpfen, Krebs und Kälbernes Dieses Kochbuch ist im wahrsten Sinne eine »Trouvaille«, denn seine
Entdeckung war ein Zufallsfund. Das in feiner Kurrentschrift gehaltene
so genannte »Anlassbuch« wurde der Hausfrau seinerzeit wahrscheinlich
aus Anlass eines Geburtstages überreicht. Das Original fand sich bei
einer Haushaltsauflösung eines Bürgerhauses in Wien und stammt aus dem
Jahr 1779. Höchstwahrscheinlich wurde es für Maria Eleonora Anna
Apollonia Hirsch, Tochter eines Brauereischreibers in Mähren,
zusammengestellt. Eine junge weibliche Handschrift führt in brauner
Tinte 195 Rezepte für Suppen, Fleisch-, Fisch- und Krebsgerichte,
Mehlspeisen, Soßen, Pasteten sowie allerlei Süßspeisen auf. Die
beiden Herausgeberinnen haben die Rezepte transkribiert, erklären und
führen den Leser, die Leserin an die Kochgewohnheiten der Zeit heran und
geben einen Einblick in die Einkaufs-, Ernährungs- und
Lebensverhältnisse des Wiener Bürgertums in der 2. Hälfte des 18.
Jahrhunderts: Was und wo wurde eingekauft, wie war die bürgerliche Küche
im Unterschied zur Adelsküche beschaffen, wie wurde die Tafel gedeckt
und wie wurden die gutte Rind Suppn, der Bachern Fisch und das duftende
Pastettl von Mandeln aufgetragen. So findet sich manch ungeahnte
Information im Buch, so zum Beispiel, dass Ingwer und Safran
beispielsweise häufiger verwendet wurden als heute ... Eine Auswahl
von rund 30 für die heutige Zeit adaptierten Rezepten bietet die
Möglichkeit, manches nachzukochen und sich in das Ambiente des 18.
Jahrhunderts zu versetzen - so wird die Zeit Maria Theresias kulinarisch
nachvollziehbar. Hier liegen die Wurzeln der bürgerlichen Küche, die
kaum verändert bis heute Geltung hat. |